
Kirchenheft zur Taufe selbst gestalten: mit Canva Seite für Seite zum Programmheft, und rechtzeitig gedruckt
Ein Kirchenheft zur Taufe (auch Programmheft oder Taufheft) hat 8 Seiten für einen eigenen Taufgottesdienst und 12, wenn die Taufe im Sonntagsgottesdienst oder in einer Messe stattfindet, und die Seitenzahl ist immer ein Vielfaches von vier, weil ein gefalteter Bogen vier Seiten ergibt. Am einfachsten starten Sie mit einer Vorlage in Canva oder Word, lassen den Text von Pfarrerin, Pfarrer oder Redner prüfen und drucken dann zu Hause, im Copyshop oder bei einer Online-Druckerei. Rechnen Sie mit drei Wochen vom ersten Entwurf bis zur Taufe, davon etwa zehn Tage für den Druck, wenn Sie ihn außer Haus geben.
Damit es gleich klar ist: Looma Stories verkauft personalisierte Bücher, aber keine Kirchenhefte. Dieser Ratgeber handelt vor allem von Canva, Word und Druckereien; unser Buch kommt erst am Ende vor, als ein mögliches Andenken unter mehreren, wenn das Heft fertig ist.
Was ins Kirchenheft zur Taufe gehört, Seite für Seite
Das Heft hat vor allem eine Aufgabe: Die Gäste sollen dem Gottesdienst folgen, die Antworten mitsprechen und mitsingen können, ohne nach dem Text zu suchen. Den Ablauf besprechen Sie im Taufgespräch, einige Wochen vor der Taufe. Er ist in beiden großen Kirchen ähnlich: Begrüßung, Lesungen, Taufhandlung mit Glaubensbekenntnis, Fürbitten, Vaterunser, Segen. Den Rest schreiben Sie selbst.
- Das Titelblatt: der Name des Kindes, das Datum, die Kirche, vielleicht ein Foto oder eine Zeichnung. Diese Seite heben die Leute auf.
- Die Begrüßung: ein paar Zeilen der Eltern, die sich fürs Kommen bedanken und sagen, warum dieser Tag Ihnen wichtig ist.
- Der Ablauf: jeder Teil mit Überschrift, wer liest, und was die Gemeinde spricht oder singt. Was nur Pfarrerin oder Pfarrer sagt, muss nicht ins Heft.
- Der Taufspruch: der Bibelvers oder Segenswunsch, der das Kind begleiten soll, gern auf einer eigenen Seite.
- Die Lesungen: die Bibelstelle und der volle Text, wenn jemand aus der Familie liest, sonst nur die Stelle.
- Die Gebete: die Fürbitten, die oft Eltern, Paten oder Großeltern schreiben und vortragen, und das Vaterunser vollständig, damit alle mitbeten können.
- Die Lieder: Refrain fett, Strophen nummeriert.
- Die Paten: eine Zeile zu jedem, und ihre Aufgabe im Gottesdienst, in vielen Gemeinden zum Beispiel das Anzünden der Taufkerze.
- Das Schlusswort: die Einladung zum Mittagessen oder zu Kaffee und Kuchen, mit Adresse.
Für eine freie Taufe oder Willkommensfeier ohne Kirche gibt es keinen festen Ablauf. Das Heft ersetzt dann Lesungen und Gebete durch Texte, die Sie auswählen (ein Gedicht, ein Brief an das Kind, ein Auszug aus der UN-Kinderrechtskonvention), und durch die Versprechen der Paten. Behalten Sie dieselbe Struktur: Begrüßung, Texte, Versprechen, Unterschrift, Schlusswort.
Das Heft auf einen Blick
| Abschnitt | Was hineingehört | Umfang |
|---|---|---|
| Titelblatt | Name, Datum, Kirche oder Ort, Foto oder Illustration | 1 Seite |
| Begrüßung | Dank und ein paar Worte der Eltern | 5 bis 8 Zeilen |
| Ablauf und Taufhandlung | Überschriften, wer liest, Antworten der Gemeinde | 2 bis 3 Seiten |
| Taufspruch und Lesungen | Bibelstellen, oder Gedicht und Texte bei einer freien Taufe | 1 bis 2 Seiten |
| Fürbitten oder Versprechen | Fürbitten, Vaterunser, oder Versprechen der Paten | 1 Seite |
| Lieder | Refrain fett, Strophen nummeriert | 1 bis 2 Seiten |
| Paten | Namen, Beziehung zum Kind, ihre Aufgabe | 3 bis 5 Zeilen |
| Rückseite | Dank, Einladung zum Essen, Adresse | 1 Seite oder Rückseite |
Wie viele Seiten, und warum ein Vielfaches von vier
Ein gefaltetes Heft entsteht aus A4-Bögen, die in der Mitte gefaltet werden: Jeder Bogen ergibt vier A5-Seiten, zwei vorne und zwei hinten. Ein Heft hat also 4, 8, 12 oder 16 Seiten, nie 10. Landet Ihr Text bei 10 Seiten, haben Sie zwei Möglichkeiten: auf 8 kürzen, oder zwei sinnvolle Seiten ergänzen (ein Foto, das Liederverzeichnis), um auf 12 zu kommen. Vermeiden Sie leere Seiten am Ende, die fallen auf. Für einen eigenen Taufgottesdienst reichen fast immer 8 Seiten; im Sonntagsgottesdienst oder in der Messe brauchen Sie 12, manchmal 16, wenn alle Lieder vollständig abgedruckt werden.
Das Heft in Canva gestalten, Schritt für Schritt
Canva hat fertige Vorlagen für Hefte und Programmhefte, die meisten kostenlos und anpassbar; einige Grafikelemente sind dem kostenpflichtigen Abo vorbehalten und mit einem kleinen Symbol markiert. Dieselben Vorlagen funktionieren für das Heft, das die Gäste im Gottesdienst in der Hand halten, und für eine Erinnerungsversion, die Sie danach verschicken.
- Das Format: Beginnen Sie mit einem A5-Hochformat, eine Canva-Seite pro Heftseite. Das lässt sich leichter Korrektur lesen als A4-Querformat-Vorlagen mit zwei Seiten pro Blatt, und die Druckerei oder Ihr Druckdialog sorgt für die richtige Reihenfolge.
- Die Vorlage: Wählen Sie sie nach Lesbarkeit, nicht nach Verzierung. Ein schönes Titelblatt, schlichte Innenseiten.
- Die Schriften: höchstens zwei, eine für Überschriften, eine für den Text. Mindestens 11 bis 12 Punkt für den Text, 13 bis 14 für Lieder: Großeltern lesen im Stehen, oft in einer dunklen Kirche.
- Das Foto: nur eines, auf dem Titelblatt oder der Rückseite, in guter Auflösung. Ein Handyfoto bei Tageslicht reicht, ein Screenshot aus dem Messenger nicht.
- Die Ränder: Halten Sie den Text mindestens 1 cm vom Rand und vom Falz entfernt.
- Der Export: Laden Sie das Heft als "PDF für den Druck" herunter und setzen Sie den Haken bei Schnittmarken und Beschnittzugabe, wenn ein Hintergrund oder Foto bis zum Rand geht.
Lieber offline? Word kann das auch: In "Seite einrichten" bringt die Option "Buch falten" die Seiten beim Druck in die richtige Reihenfolge. Google Docs hat diese Option nicht: Exportieren Sie als PDF und wählen Sie in Ihrem PDF-Reader den Druck als "Broschüre".
Wo drucken, was es kostet und wie lange es dauert
- Zu Hause: am günstigsten, einige Cent pro Heft für Papier und Tinte. Nehmen Sie Papier mit 100 bis 120 g/m², drucken Sie beidseitig mit Wenden an der kurzen Kante, falten Sie und heften Sie in der Mitte mit einem Langarmhefter. Planen Sie einen Abend für 40 Hefte ein, und drucken Sie vorher ein Probeexemplar.
- Im Copyshop: der gute Mittelweg. Sie bringen das PDF, dort wird in ein bis drei Tagen gedruckt, gefaltet und geheftet, für einige Dutzend Euro bei 40 bis 60 Exemplaren in A5 und Farbe, je nach Papier.
- Bei einer Online-Druckerei: das schönste Papier und die längste Wartezeit. Canva druckt geheftete Broschüren in mehreren Ländern, 8 bis 24 Seiten im Vielfachen von vier, in Europa in A5 oder A4; rechnen Sie je nach Versandart mit ein bis zwei Wochen Lieferzeit. Andere Online-Druckereien bieten ähnliche Formate und Fristen.
Zur Auflage: ein Heft pro Paar oder Haushalt, eines pro Kind, das schon lesen kann, und etwa zehn als Reserve für Pfarrerin oder Pfarrer, Musik und Nachzügler.
Der Zeitplan: drei Wochen vor der Taufe
- Drei Wochen vorher: Ablauf aus dem Taufgespräch festhalten, Lesungen, Taufspruch und Lieder auswählen, und alle Lesenden fragen, ob sie lesen möchten.
- 18 Tage vorher: das Heft in Canva oder Word setzen, mit dem echten Text, nicht mit Platzhaltern.
- Zwei Wochen vorher: das PDF an Pfarrerin, Pfarrer oder Redner zur Durchsicht schicken, und an jemanden, der den Text noch nie gesehen hat, für die Rechtschreibung.
- Zehn Tage vorher: den Online-Druck bestellen. Beim Copyshop reichen fünf Tage.
- Drei Tage vorher: ein gedrucktes Exemplar Seite für Seite prüfen und die Hefte zählen.
- Am Tauftag: die Hefte jemandem geben, der sie am Eingang verteilt.
Die häufigsten Fehler
- Falsch geschriebene Namen: der des Kindes, aber auch die der Paten, mit allen Umlauten und Bindestrichen. Lassen Sie sie bestätigen.
- Zu kleine Schrift: 9 Punkt sehen am Bildschirm elegant aus und sind im Stehen in der Kirche unlesbar.
- Die falsche Seitenzahl: 10 oder 14 Seiten zwingen die Druckerei, leere Seiten einzufügen oder die Datei abzulehnen.
- Ein Heft, das niemand geprüft hat: eine Lesung oder ein Lied, das so nicht geplant war, und alles muss neu gedruckt werden.
- Ein dunkles Foto auf dunklem Grund: im Druck wird es zum Fleck. Besser ein heller Hintergrund.
- Datum, Ort oder Name auf dem Titelblatt vergessen: genau das, was man in zwanzig Jahren nachlesen möchte.
Nach der Taufe: das Heft, und das Andenken, das man wieder liest
Ehrlich gesagt: Das Heft erfüllt seinen Zweck am Tag selbst. Ein paar Exemplare landen in der Erinnerungskiste, neben der Einladung und der Taufkerze, und das ist gut so. Aber ein Baby von ein paar Monaten wird sein Taufheft nicht noch einmal lesen; was es mit drei oder sechs Jahren hören will, ist eine Geschichte, am liebsten eine, in der es selbst der Held ist und seine Paten mittendrin sind.
Das ist das Andenken, das viele Eltern, und viele Patinnen und Paten, danach suchen. Sie können es selbst schreiben, gerade mit Canva, mit Fotos oder Zeichnungen. Sie können es auch online machen: Das ist es, was wir tun.
FAQ: die Fragen, die Eltern stellen
Wie viele Seiten hat ein Kirchenheft zur Taufe?
8 Seiten für einen eigenen Taufgottesdienst, 12 für eine Taufe im Sonntagsgottesdienst oder in der Messe, 16, wenn alle Lieder vollständig abgedruckt werden. Immer ein Vielfaches von vier, weil ein gefalteter Bogen vier Seiten ergibt.
Braucht man überhaupt ein Programmheft zur Taufe?
Nein. Viele Gemeinden empfehlen es, damit die Gäste folgen und mitsingen können, aber ein einzelnes Blatt mit Liedern und Vaterunser reicht auch. Bei einer freien Taufe ist nichts vorgeschrieben.
Ist Canva für ein Taufheft kostenlos?
Die Heftvorlagen von Canva sind kostenlos und anpassbar. Einige Grafikelemente sind dem Abo vorbehalten; Sie können sie einfach weglassen oder ersetzen. Der Druck kostet, ob bei Canva oder anderswo.
Wann sollte man das Heft drucken lassen?
Bestellen Sie den Online-Druck zehn Tage vor der Taufe, nachdem die Gemeinde oder der Redner den Text geprüft hat. Beim Copyshop reichen fünf Tage, und zu Hause können Sie am Vorabend drucken, solange Sie vorher ein Probeexemplar gemacht haben.
Wo Looma steht
Wir machen keine Kirchenhefte: Dafür sind Canva, Word und Ihr Copyshop die richtigen Werkzeuge. Was wir machen, ist das personalisierte Taufbuch: eine illustrierte Geschichte mit 36 Seiten, in der das Kind der Held ist, gezeichnet nach ein paar echten Fotos, damit die Ähnlichkeit von Seite zu Seite hält. Pate, Patin, Großeltern oder der Hund können mitspielen, bis zu vier weitere Figuren neben dem Helden, jede nach einem Foto gezeichnet. Sie wählen ein Thema oder schreiben Ihre eigene Idee für die Geschichte, zum Beispiel die vom Tauftag.
Das E-Book kostet 3,99 € und wird zuerst bezahlt; es ist nach etwa zwei Stunden fertig. Dann lesen Sie das ganze Buch, können jeden Satz ändern und jedes Bild neu zeichnen lassen, bevor die finale Version entsteht. Die gebundene Ausgabe ist optional für 24,99 € zusätzlich, der Versand wird bei der Bestellung berechnet, gedruckt und geliefert in 10 bis 14 Werktagen innerhalb Europas: Damit es am Tauftag da ist, starten Sie es einen Monat vorher, eine Woche vor dem Heft. Sie können das Buch hier erstellen.